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| Steuchenlager
2006- oder „Eintauchen
in eine andere Welt“
Wer sich vom 24.5.-27.5. draußen auf Steuchen aufhielt,
befand sich in einer anderen Welt. Nicht mehr Deutschland
oder das Ermstal waren der Aufenthaltsort, sondern Gallien.
Aus Neuhäusern, Glemsern und Dettingern wurden Bretonen,
Averner, Sigvaner, und weitere 7 gallische Stämme, die
in ihren jeweiligen Zelten hausten, sich im Freien wuschen,
sich am Lagerfeuer wärmten und jede Menge Abenteuer
erlebten.
Was macht die Faszination aus, die so ein Lager mit sich bringt?
Die andere Welt
Mit dem Durchschreiten des Holztores ins Gallische Dorf, dem Blick auf
den Hinkelstein und auf die Stammeszelte im Halbkreis befindet man
sich auf einmal meilenweit weg vom Alltagsgeschehen, von Neuhausen,
den Aufgaben, die man sonst so zu erledigen hat.
Die Aktivitäten (Nachtgeländespiel, Geländespiel, Pfeiljagd,
Fest) orientieren sich alle am Leben von Asterix und Obelix und lassen
einen immer tiefer in diese Welt eindringen. Im Lager tauchen immer wieder
diese beiden in lebendiger Gestalt auf, geben geduldig Antworten auf
jede Menge Kinderfragen (Wie alt seid ihr? Wie viel wiegt ihr? Seid ihr
verheiratet? Wie heißen eure Eltern?). Klar, dass Obelix immer
Hunger hat und keinen Zaubertrank abbekommt und Asterix derjenige ist,
der seinen Freund immer wieder bremsen muss, wenn das Wort „Römer“ fällt.
Beim Geländespiel machen Räuber und römischen Zollmänner
auf die Kinder einen gewaltigen Eindruck. Die einen überlegen sich
ausgeklügelte Pläne, wie denn nun die gefährlichen Räuber
und Piraten überlistet werden können, die anderen planen Strategien,
um möglichst wenig der kostbaren gesammelten Früchte wieder
an die Räuber loszuwerden. Dann endlich – von den meisten
Kindern schon herbeigesehnt – fällt ein Baum auf die Straße
und die Räuber springen aus dem Gebüsch. Jetzt gilts! Alle
Pläne sind über den Haufen geworfen, als die Räuber doch
tatsächlich denjenigen in ihre Gewalt bringen, der alle wertvollen
Früchte im Rucksack hat. Da heißt es geschickt taktieren und
Gegenleistung anbieten. Situation gemeistert, wenige Früchte verloren!
Ein Erfolg auf ganzer Linie und eine tolle Geschichte zum Weitererzählen!
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Natur pur
Den ganzen Tag draußen sein, egal wie sich das Wetter verhält.
Wie das Leben der Gallier, so spielte sich auch das Lagerleben überwiegend
unter freiem Himmel ab.
Jeder und jede findet eine Möglichkeit, sich in den Pausenzeiten
zu beschäftigen: Bei den Jungs ist Fußballspielen der Renner,
die Mädels fliehen vor schuhräubernden Jungs oder verfolgen
diese, um ihre Schuhe wieder zurückzuholen.
Das Murren bei den Spielen im Wald, um den Stausee und bis zum alten
Glemser Sportplatz hält sich, trotz langen Laufstrecken, in Grenzen – es
ist einfach zu viel interessantes geboten.
Gemeinschaft
oder „gemeinsam schaffen wirs“
Als Mitarbeitergemeinschaft zusammenwachsen, gemeinsam anpacken, spontan
reagieren und flexibel bleiben, sich der Verantwortung bewusst sein
und sich auf die Kinder einlassen.
Mit den Kindern gemeinsam Erlebnisse teilen, Beziehungen zu den Kindern
der Zeltgruppe aufbauen, gemeinsam stark sein, alle zusammen dem Druiden
Miraculix helfen, gemeinsam Aufgaben meistern. Sich gemeinsam ins Zeug
legen und gemeinsam jubeln, wenn z.b. die Wette gewonnen wurde. Gemeinsam
beten und singen, der Lagergeschichte lauschen und Tischgemeinschaft
genießen. Die Gemeinschaft zählt und nicht das, was ein Einzelner
schafft.
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Gottes Gegenwart
Gottes Dasein haben wir immer wieder gespürt.
Er war in den Anspielen anwesend und Bibelarbeiten da.
Die täglichen Bibelarbeiten standen unter dem Motto „Jemand
steht für dich ein“. Im Anspiel wurden die Kinder hinein genommen
in die Gedankenwelt von Onesimus- einem Sklaven, der absolut keinen Bock
mehr darauf hat, dem, seiner Meinung nach „arroganten Typen“ Philemon
zu dienen. Die Arbeit ist ihm zu stressig und seinem Herrn kommt er einfach
nicht klar. Risikofreudig macht er sich auf den Weg nach Ephesus, um
den freundlichen Menschen Paulus zu besuchen. Dieser sitzt im Gefängnis
und Onesimus besucht ihn. Onesimus erzählt Paulus von seinen Problemen
und erfährt dabei von Gott, dem echt egal ist, ob jemand Sklave
oder Diener ist. Er liebt alle Menschen. Dass im Leben mit Gott nicht
alles glatt läuft und es nicht immer einfach ist, von Gott zu erzählen – deshalb
sitzt Paulus auch im Gefängnis – aber es lohnt sich, weil
Gott immer mitgeht. Onesimus merkt, dass es bei Philemon vielleicht doch
nicht so schlecht war. Weil er sich nicht traut, wieder zu Philemon zu
gehen, schreibt Paulus einen Brief an seinen Freund Philemon, in dem
er sich für Onesimus einsetzt und für ihn einsteht. So kann
Onesimus, der durch Paulus zum Glauben gekommen ist, sich wieder nach
Hause wagen und wird dort freundlich empfangen als Bruder empfangen.
Gottes Gegenwart spüren, wenn Kinder in Gebetsgemeinschaften einfach
das vor Gott bringen, was sie gerade beschäftigt, wofür sie
gerade in diesem Moment danke sagen möchten.
Gottes Gegenwart spüren: Auch wenn es keine 30 Grad im Schatten
hatte und sich die Sonne eher hinter den Wolken versteckte, als sich
uns zu zeigen, dank Gottes Dasein konnten wir alle unsere vorgesehenen
Programmpunkte durchführen. In den richtigen Momenten haben es sich
die Wolken immer wieder anders überlegt, und ihre nasse Pracht doch
nicht über uns ausgegossen.
Gottes Gegenwart spüren: Er war bei allen Aktionen dabei – es
gab keine schweren Verletzungen und Unfälle.
Gottes Gegenwart spüren: Wenn Kinder, offen wie sie sind, ihre Sympathien
bekunden, jemanden brauchen, an dessen Hand sie sich halten können,
mutig voranpreschen, heimlich Pläne schmieden, sich gegenseitig
helfen…einfach ein Geschenk, für alle, die dabei waren.
Um einen kleinen Einblick zu gewinnen, einfach durch die
zahlreichen Bilder klicken.
Aufbaulager
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