Artikel vom 27.04.2006 aus SÜDWEST AKTIV
Metzinger-Uracher Volksblatt/Der Ermstalbote
CVJM / Lagerfeuer-Romantik und Kaffeeklatsch im Steuchenhäusle
Immer wieder sonntags. . .
Die allsonntägliche Bewirtung im Steuchenhäusle des CVJM boomt: inzwischen gibt es den "Steuchendienst" auch während der Ferienzeit. Jung und Alt pilgern sonntags zum Kaffee auf Steuchen.
NADINE WILMANNS
NEUHAUSEN
"Es ist erstaunlich, aber die Jugendlichen sind immer voll dabei, wenn es um Arbeitseinsätze im Steuchenhäusle geht", freut sich Hausmeister David Reusch. "Nach der Arbeit ums Lagerfeuer sitzen - das zieht, denn das erlebt man heute nicht mehr so."
Seit über 30 Jahren ist das Häuschen auf Steuchen bereits Treffpunkt für Mitglieder und Freunde des CVJM . Immer sonntags lädt der Verein Jung und Alt zu Kaffee und Kuchen ein. "Wir haben jeden Sonntag offenes Angebot", erzählt Volker Brodbeck vom Vorstand des CVJM. "Da kann jeder kommen - zum Kaffe trinken, Volleyball spielen, und und und." Die Preise für Essen und Getränke seien sehr fair, betont Brodbeck, was vor allem auch Jugendlichen und Kindern entgegenkomme. "Der Erlös fließt komplett zurück ins Häuschen", sagt Brodbeck.
Beim Steuchendienst hat der CVJM meist full house. Das Publikum reicht von jungen Familien über Jugendliche und Teens bis zum Rentnerpärchen. Viele sind Stammgäste: "Man trifft hier immer auf Bekannte und nette Leute", erzählt Brodbeck. Jedoch gibt es auch immer wieder neue Gesichter. Oft legen Wanderer ihre Route so, dass sie an dem gemütlichen Häuschen vorbeikommen, um sich unterwegs bei Kaffe und Kuchen stärken zu können.
Zum Start in die Sommersaison ist bei den jüngeren Gästen vor allem das Bachvolleyball-Feld vor dem Häuschen magischer Anziehungspunkt. "Im Juli veranstalten wir ein offenes Beachvolleyball-Turnier", sagt Reusch. Da heißt es schon mal fleißig üben. Ein weiteres Highlight auf Steuchen ist das Steuchenjungscharlager, das es auch dieses Jahr wieder geben wird. Im Mai werden rund 80 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren vor dem Steuchenhäusle ihre Zelte aufschlagen. Das "Gallierlager" wird von den Kids bereits sehnsüchtig erwartet: "Für die Kinder ist es etwas ganz Besonderes, wenn sie diev Lagerfeueratmosphäre erleben dürfen", erzählt Brodbeck. Daher gehen die Jugendgruppen des CVJM an so manchem Wochenende raus auf Steuchen, machen ein Lagerfeuer und übernachten im Matratzenlager. Auch die diesjährige Sonnwindfeier, die in Verbindung mit dem Jugendsonntag veranstaltet wird, ist ein heíßer Tipp des CVJM.
In Zukunft will sich der CVJM in erster Linie darauf konzentrieren, wie die Mitarbeiterzufreidenheit gefördert werden kann. "Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital", erklärt Brodbeck. "Sie arbeiten ehrenamtlich mit und nur durch sie funktionieren unsere Gruppen." Die meisten Mitarbeiter waren bereits als Kinder und Jugendliche als Gruppenteilnehmer dabei , so Brodbeck: "Die Leute wachsen so in die Mitarbeiterschaft rein."
Um die Arbeit im CVJM zu optimieren, setzt der Verein nun auf ein
Mentorenprojekt: Ehemalige Mitarbeiter, die einen großen Erfahrungsschatz aus Familie, Beruf und allgemeiner Lebenserfahrung mitbringen, sollen den jüngeren Mitarbeitern Tipps für die Mitarbeiterschaft geben und sie so bei ihrer Arbeit unterstützen. "Wir verstehen uns als Lebensschule", erklärt Brodbeck. "Auch für die Mitarbeiter." Das Angebot desCVJM ist vielfältig: Von der Krabbelgruppe bis zum Posaunenchor ist für jeden etwas dabei. Und die Teilnehmer sind zahlreich, so Brodbeck. "Ab 14 Jahren wird es aber schwierig", räumt Brodbeck ein. "Zeitweise waren beispielsweise nur drei oder vier Teilnehmer in der Jungenschaft." Dem versucht der CVJM vor allem durch Mundpropaganda entgegenzuwirken. Bestimmt werden viele auch vom Duft der gergrillen Wurst angelockt, der von der Feuerstelle des Steuchenhäusles herweht. |