Kirchengemeinde Neuhausen/Erms

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1942 übernimmt Karl Flad von Albrecht Seitz, der zum Kriegsdienst eingezogen wird, die Leitung des Posaunenchors.

Bei Kriegsende 1945 ist der Posaunenchor auf ein Quartett zusammengeschrumpft.

Zeit des Nationalsozialismus

1932 erringt die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei bei den Reichstagswahlen auch in Neuhausen eine Mehrheit. Anfangs versuchte die Partei ein gutes Verhältnis zur Kirche zu demonstrieren. So marschierte die SA geschlossen mit vorangetragener Fahne in den Gottesdienst. Doch schon bald nach Festigung der Macht der Nationalsozialisten wurde deren wahre Gesinnung deutlich.

Bezirksposaunentag 1931

1934 verbot ein Abkommen zwischen dem nationalsozialistisch gesinnten Reichsbischof Luwig Müller und dem NSDAP-Reichsjugendführer Baldur von Schirach alle christiliche Jugendarbeit außerhalb der Kirche. In Neuhausen mußten die Gruppenleiter Karl Flad und Gotthilf Seitz ihre Gruppenstunden aufgeben. Alle Jugendlichen wurden gezwungen, in die Hitlerjugend bzw. in den Bund deutscher Mädel einzutreten. Nur der Kirche selbst stand das Recht zu, Jugendliche im christlichen Glauben zu unterweisen.

Vereinsveranstaltungen für über 18-Jährige und die Posauenarbeit konnten aufrecht erhalten bleiben. Eine Enteignung des Steuchenplatzes mit der Blockhütte wurde von der Gemeinde angekündigt, es kam aber nie soweit. Auch die Enteignung des Vereinsvermögens stand einige Zeit im Raum.