Das alles ist JULA! 4 Tage in der Zeit der Wikinger auf dem Vereinsgelände des CVJM Neuhausen
Neuhausen, Mai 2022
„Das alles ist JULA! Ooooh! Das alles sind wir!“ WIR, das sind 39 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des CVJM Neuhausen, die unter der Leitung von Debora Brodbeck, Paul Rümmelin, Lea Heideker und Anke Schulda, gemeinsam mit 78 Mädchen und Jungen der zweiten bis siebten Klasse vier Tage Urlaub im Zelt auf dem CVJM Steuchengelände verbringen durften.

Bereits beim Ankommen konnten die Kinder den Zeltplatz durch ein großes selbst gebautes Holztor betreten. Unter dem Motto „Wikingerlager 2022“ startete das Lager an Christi Himmelfahrt.

Neben einer Bibelarbeit, in der es um das Leben von Abraham und der Schutzausrüstung Gottes ging und währenddessen viele Jungscharlieder gesungen wurden, erlebten die Kinder ereignisreiche Aktionen, die alle an die Zeit der Wikinger angelehnt waren. Der Start war ein individueller Gruppennachmittag, an dem sich die Zeltgruppen mit ihren Mitarbeiter:innen kennenlernen konnten. Bis zum Abendessen waren die Gruppen zum Lägerle bauen, Sport treiben oder für eine Fotorallye rund um Steuchen unterwegs, auf dem Zeltplatz wurden farbenfrohe Socken gebatikt. Danach freuten sich alle auf das gemeinsame Abendessen im großen Essenszelt. Ein eigenes Küchenteam kümmerte sich die vier Tage über um die hungrigen Wikingermägen und bekam bereits am ersten Tag das größte Lob, das so ein Küchenteam nur kriegen konnte: „Das schmeckt besser, als daheim!“ Am ersten Abend gab es eine Mitarbeiter-Show, bei der die Kinder alle Mitarbeiter:innen kennenlernen konnten. Die Aufgabe der Mitarbeiter:innen bestand darin, sich mit einer besonderen Eigenschaft vorzustellen und dann in kurzen Spielen gegeneinander anzutreten. Die Aufgabe der Kinder war es, anhand der Infos der Mitarbeiter:innen ein Kreuzworträtsel zu lösen. Beendet wurde jeder Abend mit singen am Lagerfeuer und einer Lagergeschichte, in der Tom mit seiner Uhr in eine andere Zeit reisen konnte und dabei aufregende Abenteuer mit Wikingern erlebte.

Zum Abendabschluss spielte jeden Abend ein kleiner Lagerposcho (Posaunenchor), solange die Mitarbeiter:innen in ihren Zelten mit den Kindern den Tag abschlossen. Dieser kleine Lagerposco war auch dafür zuständig, die Kinder morgens wieder mit Morgenliedern zu wecken.
Ein ganz besonderes Merkmal für das Wikingerlager war ein mühevoll selbst gebautes Wikingerschiff. Drei Mitarbeiter steckten sehr viel Herzblut in die Planung des Projekts „Wikingerschiff“ und bauten es gemeinsam mit Teilnehmern der Jungenschaft am Abend vor Lagerbeginn in mehrstündiger Arbeit auf. Es hat sich definitiv gelohnt, doch wurden bereits am zweiten Morgen während der Bibelarbeit der Drachenkopf und das Segel des Schiffs geklaut. Bei einem Geländespiel war es die Aufgabe der Gruppen gemeinsam diesen Drachenkopf und das Segel zurück zu handeln. In einer ersten Spielphase konnten die Kinder an verschiedenen Stationen unterschiedliche Dinge, wie zum Beispiel Holzstücke oder Stoffe erspielen, die sie in einer zweiten Spielphase bei Händlern gegen Teile tauschen mussten, die für den Zusammenbau des ganzen Kopfes oder zum Flicken des Segels nötig waren.

Dank der Mühe der Kinder konnte der Drachenkopf nach dem Geländespiel farbig angemalt wieder am Schiff angebracht und das Segel gehisst werden. Trotz der nicht sehr warmen Temperaturen durfte ein Highlight nicht fehlen. Die Wasserrutsche, aufgebaut durch unser Technikteam: eine lange Plane auf einer abschüssigen Wiese, auf der die Kinder und die Mitarbeiter:innen runter rutschen können. Das macht nicht nur den rutschenden Spaß, sondern auch denen, die dabei zugucken, wie alle unten in eine Matschwiese reinrutschen.

Am Abend gab es eine kreative Zeit mit Hobbygruppen, bei denen die Kinder mit Holz oder Leder arbeiten, Schlüsselanhänger, Traumfänger oder Wikingerhelme basteln, an Sportspielen teilnehmen oder ihre Halstücher bemalen konnten.
Der nächste Tag war unter anderem gestaltet durch eine Pfeiljagd. Die Kinder starteten in ihren Zeltgruppen und hatten die Aufgabe an unterschiedlichen Stationen mit Spielen, Utensilien für ein Schild zu erspielen, das am Ende der Pfeiljagd am Wikingerschiff angebracht werden sollte. Es war toll zu sehen, wie unterschiedlich kreativ die Schilder fürs Schiff von jeder einzelnen Zeltgruppe gestaltet wurden. Um den letzten Abend des Wikingerlagers feierlich ausklingen zu lassen, gab es ein großes Fest. An einer langen Tafel, die über die gesamte Zeltwiese reichte, speisten die jungen und älteren Wikinger und Wikingerinnen, die bereits vor dem Abendessen von zwei lautstarken Wikingerinnen zum Festabend eingeladen wurden. Das Fest war bestückt durch Minispiele, kleine Aufführungen der einzelnen Zeltgruppen, die zum Beispiel ihren Schlachtruf präsentierten und einem musikalischen Pausenprogramm im Konzertcharakter. Vier wilde Wikinger und Wikingerinnen animierten die Mitfeiernden zum Tanzen und mitgrölen auf dem Festgelände. Es war toll, die gelöste Stimmung der Kinder und Mitarbeiter:innen in solch einer großen Gemeinschaft zu erleben.

Nach dem letzten Frühstück, der letzten Bibelarbeit und dem anschließenden Packen der Rucksäcke und Taschen der Kinder wurde zusammen mit den Eltern und anderen Besucher:innen ein großer Abschlussgottesdienst gefeiert. Alle wurden von den Kindern mit dem Jula-Lied begrüßt und die Geschichte von Abraham und der Schutzausrüstung Gottes, bestückt durch den Gürtel der Wahrheit, den Brustpanzer der Gerechtigkeit, dem Schutzschild des Vertrauens, den Schuhen an den Füßen, um die Bereitschaft zu haben, den Frieden Gottes zu verkünden und dem Helm der Rettung, wurde zu Ende erzählt. Durch die Geschichte konnten die Kinder erleben, dass sich das Vertrauen in Gott lohnt bzw. belohnt wird.

Mit Leberkäsweckla, Getränken und gespendetem Softeis wurde sich in geselliger Runde von den Kindern verabschiedet und wir blicken vorfreudig auf das nächste Steuchenjungscharlager in hoffentlich 2 Jahren.
Ein großes Dankeschön geht an alle Mitarbeitenden, die uns beim Auf- und Abbau geholfen, bei Pfeiljagd oder Geländespiel eine Station übernommen, sowie an alle, die uns durch eine Apfelsaftspende unterstütz haben. Zudem vielen Dank an diejenigen, die uns durch ihre Spenden bereits fürs letzte Lager unterstützt haben (geplantes Lager 2020, ausgefallen wegen Corona, Spenden wurden dieses Jahr genutzt), die Firma Eberle und Hald fürs zur Verfügung stellen der Bauzäune, die Firma Euchner und dem Auhof fürs zur Verfügung stellen der Bussle und CE-Print fürs Drucken der Lagerheftchen.
